Montag, 6. Mai 2013

Teamstruktur - Starke Führung oder Verantwortungsspread




Vor einigen Tagen war ich bei einem kleinen Airsoft-Stammtisch anwesend. Neben den üblichen Themen kam es auch zu Grundsatzfragen wie man beispielsweise ein Airsoft-Team zu führen habe.

Hauptproblem ist die geringe Halbwertszeit von Airsoft-Teams in Deutschland. Die Auflösungs-/Verkleinerungs-/Spaltungsquote ist subjektiv gesehen sehr hoch. Viele Teams von damals existieren heute nur noch in meinem Fotoalbum.

Ansatzpunkt für uns war nun die Gestaltung der Teamführung. Hier sahen wir einen großen Knackpunkt. Nicht wenige Teams sind auseinandergebrochen weil die "aktive Elite" plötzlich weggebrochen ist. Die Teamleader, welche alles zusammen hielten, gingen - der Rest bekam nichts mehr auf die Reihe.

Zwei Möglichkeiten taten sich im Laufe des Gesprächs auf.

Erstens, das "Konzept der breiten Führung"

Zweitens, das "Konzept der Verantwortungsstreuung"




 Das "Konzept der breiten Führung" setzt auf eine starke, aber breiter gefächerte Elite. Wo sonst der Teamleader und maximal ein aktiver Stellvertreter standen, sollen nun mehr Personen stehen. Gehen wir hier von ca. 5 Personen aus die sich die Teamorganisation teilen. Fallen ein bis zwei aktive Personen aus, kann der Rest das Team noch passabel weiterführen. Bei größeren Teams, muss natürlich auch die Zahl der "Aktiven" angepasst werden.
Knackpunkt ist bei diesem Konzept die "Elite". Eine kleine, möglicherweise homogene Gruppe die weitaus mehr Personen konsequent führt. Das kann bei Interessenunterschieden sehr problematisch werden.
Ansatzpunkt für das Konzept ist der Glaube an eine natürliche Konstellation: "Wenige Aktive, viele Passive.".
Oder auch "Viele die Spaß haben wollen, wenige die dafür auch was tun."



Anders geht das "Konzept der Verantwortungsstreuung" an das Problem heran. Hier ist die "Elite" entweder schwach oder nicht existent. Verantwortung wird kontinuierlich an von oben nach unten abgegeben, bis das "oben" nicht mehr existiert.
Hier hat jedes Teammitglied entweder die Möglichkeit oder ist gezwungen, eine Aufgabe für das Team zu übernehmen. Kümmert sich der Eine um Events, schreibt der Andere Artikel für die Homepage. Bei diesem Konzept darf der typische Teamleader durchaus erhalten bleiben, allerdings sind seine Aufgaben stark auf Entscheidungen getrimmt. Selbst bei einer demokratischen Teamstruktur müssen manche Entscheidungen schnell getroffen werden, sodass eine langwierige Abstimmung erst später stattfinden sollte. Jene Entscheidungen zu treffen wäre die Aufgabe des Teamleaders.
Knackpunkt dieses Konzepts liegt auf jeden Fall in der komplizierten und durchaus nervenaufreibenden Umsetzbarkeit. Das gilt sowohl für die reine Streuung von Verantwortung, als auch für den demokratischen Aushandlungsprozess.
Dafür werden die Interessen aller Mitglieder kontinuierlich berücksichtigt.


Egal für welches Konzept man sich nun entscheidet, eines sollte klar sein.

Ein Team-Leader der alle Verantwortung in sich bündelt, wird das Team nicht in die Zukunft führen.


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