Mittwoch, 8. Mai 2013

Airsoft in der Uni




Heute konnte ich zum dritten Mal an der Uni über mein Hobby berichten.

Da die Bachelorstrukturen nicht viel Zeit für solche nicht-leistungsbezogenen Aktionen lassen, war es für mich wieder eine angenehme Möglichkeit mein Hobby und mich vorzustellen.

Eingeladen wurde ich von einem Seminar der Sprech- und Medienwissenschaftler die sich in der Sitzung mit den Thematiken von "Inszenierung, Spiel und Fiktion" beschäftigten. Also ganz passend zum Thema "Airsoft".


Die Theoriekonzeptionen , gerade jene von Goffman ("Wir alle spielen Theater") konnte man hervorragende Ansatzpunkte für eine kritische Diskussion ziehen. Einige Airsoft-interne Themen könnten damit besser erklärt werden.

Mir ging es allerdings viel mehr um die Reaktion der Anwesenden. Gezeigt wurde das Jubiläumsvideo der Zebrafüxe und ein Beitrag von der letzten "Borderwar". Trotz einiger ablehnender Gesichter verlief die Diskussion zum dritten Mal auf sehr seichter Ebene.
"Jedem das Seine" war der O-Ton.

Nun frage ich mich ernsthaft: "Trauen sich die Leute nicht ihre Abneigungen zu zeigen oder haben sie gar keine?"

Die Atmosphäre war friedlich un die Mehrheit der Gruppe schien sich skeptisch äußern zu wollen. Die Realität sah dann aber anders aus.

Ich frage mich was gewesen wäre wenn eine einzelne Person den ersten Schritt gewagt hätte und Airsoft klar als "kriegsverherrlichend und militaristisch" bezeichnet hätte.

Da Studenten eher links eingestellt zu sein scheinen, wäre eine solche Reaktion doch nicht verwunderlich. Ob die anderen Kommilitonen wohl dann darauf eingestiegen wären?


Oder überwiegt doch die positive bis skeptische Neugier?

Wer sich immer noch die Frage stellt wofür man Umfragen und sozialwissenschaftliche Statistik braucht, versteht es jetzt vielleicht besser. Die Leute sagen im persönlichen Kontext oftmals einfach nicht was sie wirklich denken.

Und im schlimmsten Fall werden dann von einflussreichen Personen oder Institutionen die falschen Entscheidungen anhand der nicht vorhandenen oder missverständlichen Meinungsäußerung getroffen.


Alles in Allem wurde mir trotzdem eine gute Plattform geboten. Allerdings war es leider schon zu einfach und ich vermute der ablehnende Teil hat sich nach der Stunde weiter über das Thema unterhalten. Nur leider nicht konstruktiv - denn bei mir war nur einer.

Übrigens auch der einzige Mann im Kurs.


Interessanter Kommentar des Professors zu seinem Kommilitonen: "Es ist verwunderlich das Sie solche Gesichter machen. Solche Bilder sehen Sie doch schließlich jeden Tag in den Nachrichten."


Manchmal frage ich mich ob die Menschen ein Interesse daran haben sich in eine Meinung hineinzupressen. Aus Prinzip ist man gegen etwas - ohne mitzudenken.

Ob der in solchen Situationen oft beteuerte Pazifismus (Damit auch Toleranz und Offenheit) da doch vielleicht nur Show ist?


Naja, Fakt ist: Sagt was - wenn ihr gehört werden wollt!



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