Vor einigen Tagen ging die "GoHo 2014", ein sehr großes Spezialevent des ASM (Airsoft Magazin), zu Ende. Die in Tschechien angesetze OP war als "ASLARP" (Airsoft-Live-Action-Role-Play) geplant. Eine Mischung aus Military Simulation, Reenactment und Schauspiel.
Allgemein gelten solche Events als sehr fordernd und stimmungsvoll. Sie sind aufgrund ihrer teils militärischen Ausrichtung immer kritisch zu betrachten und finden im Vergleich zu den normalen Speed- und Missiongames relativ selten und eigentlich nie als Großveranstaltungen statt.
Das solche Events aus dem Ruder laufen, ist ziemlich selten. Sie basieren meistens auf einem lockerem Schauspiel, bei dem die Teilnehmer jederzeit aus ihrer Rolle aussteigen können, falls es ihnen zu bunt wird. Das ist wie bei anderen LARP-Arten (Mittelalter, Fantasy, Endzeit, etc.) der Standart.
Was nun auf der "GoHo 2014" passiert sein soll, geht in die entgegengesetzte Richtung. Scheinbar wurde hier versucht ein stark militäraffinies, ja paramilitärisches Szenario aufzuziehen, bei dem enormer Druck auf die Teilnehmer ausgeübt wurde. Ein Aussteigen aus einer Rollenspiel-Situation wurde schlimmstensfalls mit eine kompletten Spielausschluss beantwortet. Gleichzeitig wurden für die ca. 1000 Teilnehmer klare Führungs- und Hierarchiestrukturen festgelegt, denen sie sich nicht entziehen durften. Militärisches Antreten, Militärischer Gruß und Befehlston inklusive.
Nach eigenen Angaben wollte man die Ausbildungs- und Pädagogikmethoden der Fallschirmjäger kopieren, schließlich herrsche ja sonst ein "Wischi-Waschi-Verhalten" bei den Airsoft-Spielern UND der echten Truppe.
Spätestens bei solchen Vermischungen sollte der erfahrene Airsoft-Spieler aufhorchen. Jegliche Vergleiche zwischen Airsoft und Militär sind ein Anzeichen für fehlende Differenzierungsfähigkeit. Bekanntlich sind echtes Militär und Airsoft so weit voneinander entfernt wie "ein Baum" und "das auf eine Straße mit Malkreide gezeichnete Bild von einem Baum".
Es gibt immer einige Spieler denen diese Differenzierungsfähigkeit Probleme bereitet. Airsoft-Teams filtern solche Personen aber wie üblich schnell heraus.
Ein weiteres Problem, in dieselbe Richtung gehend, stellt der immer wieder aufkommende Männlichkeitsethos dar. Airsoft bzw. ASLARP bzw. Militär als "Hobby/Beruf für echte Kerle" - dieses rein synthetische Geschlechter-Bild verzerrt meiner Meinung nach den offenen, fairen und aufgeschlossenen Spielcharakter von Airsoft drastisch und sorgt für ein Potential an Personen, die an rollen-technisch instabilen Persönlichkeiten leiden und Airsoft als Kompensation für Geschlechter-Ängste und Selbstzweifel nutzen. Entsprechend auffällige, teils hysterische Verhaltensweisen inklusive.
Was ist aber nun, wenn die Orga eines Spiel für 1000 Personen die angesprochene Differenzierungsfähigkeit nicht besitzt?
Die Antwort überlasse ich den Leser und Betrachtern der folgenden Links selbst.
Nur soviel sei gesagt: Von krassem Machtmissbrauch unfähiger Führungspersonen, bis zum "Befehl" stark erschöpften Personen aus "Missionsgründen" nicht zu helfen, ist alles dabei.
http://www.airsoft-verzeichnis.de/index.php?status=forum&forennummer=&sp=1&threadnummer=0000172906
https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=321078971380550&id=289755784512869
https://www.facebook.com/ASM.GoHo
https://www.facebook.com/Airsoft.Magazin?fref=ts
Am meisten besorgt bin ich darüber, dass sich das Airsoft Magazin diese gefährlichen Auffälligkeiten anlasten muss. Denn ebenjenes Magazin hat einen starken Verbreitungsgrad in der Airsoft-Szene und beeinflusst so tagtäglich die Meinungen von (z.B. im FB) ca. 10.000 "Followern".
Ich habe mich schon vor einiger Zeit von ASM getrennt, da sie sichtbar in eine militaristische, waffenlobby-freundliche, islamophobe und nationalistische Richtung abdriften. Reine Airsoft-Themen sind schon lange in den Hintergrund gerückt.
Also: Augen auf, beim Eventkarten-Kauf.
Airsoft Statistics
Montag, 9. Juni 2014
Sonntag, 8. Juni 2014
Neuigkeiten aus der sozialwissenschaftlichen Szene plus Persönliches
Es gibt erfreuliche Nachrichten aus der sozialwissenschaftlichen Szene.
"Tiger" vom Airsoft-Verein "Kommando Flinkel Wiesel e.V." hat im Sinne seiner Masterarbeit in den Sozialwissenschaften ein Forschungsprojekt zum Thema "Airsoft" begonnen.
Bevor seine Masterarbeit Ende des Jahres abgeschlossen sein wird, hat er vor einigen Tagen die Empirie in Angriff genommen.
Er hat sich für eine Mischung aus qualitativen und quantitativen Erhebungs-Methoden entschieden und aktuell kann man noch bis heute um Mitternacht an seiner ersten Online-Erhebung teilnehmen. Inkl. einer Anmeldung zu einem Interview.
http://www.airsoft-verzeichnis.de/index.php?status=forum&sp=1&threadnummer=0000171805&seite=3
"Tiger" präferiert wie ich selbst die Forschungsmethode der "Grounded Theory", d.h. man tastet sich langsam und mithilfe von viel deskriptiven Daten in das Forschungsfeld vor.
Ich wünsche ihm viel Glück bei seiner Untersuchung.
Ansonsten kann ich noch etwas zu mir sagen.
Aktuell bin ich airsofttechnisch beschäftigt mit der Vereinsgründung meines Airsoft-Teams "Zebrafüxe Halle/Saale" und der Weiterführung des Projekts "Airtalk" mithilfe von "Angel".
Schaut ruhig mal rein!
http://www.zebrafuexe.de/
http://www.zebrafuexe.de/artikel-guides-und-hilfen/airtalk/
Liebe Grüße,
Ruby
"Tiger" vom Airsoft-Verein "Kommando Flinkel Wiesel e.V." hat im Sinne seiner Masterarbeit in den Sozialwissenschaften ein Forschungsprojekt zum Thema "Airsoft" begonnen.
Bevor seine Masterarbeit Ende des Jahres abgeschlossen sein wird, hat er vor einigen Tagen die Empirie in Angriff genommen.
Er hat sich für eine Mischung aus qualitativen und quantitativen Erhebungs-Methoden entschieden und aktuell kann man noch bis heute um Mitternacht an seiner ersten Online-Erhebung teilnehmen. Inkl. einer Anmeldung zu einem Interview.
http://www.airsoft-verzeichnis.de/index.php?status=forum&sp=1&threadnummer=0000171805&seite=3
"Tiger" präferiert wie ich selbst die Forschungsmethode der "Grounded Theory", d.h. man tastet sich langsam und mithilfe von viel deskriptiven Daten in das Forschungsfeld vor.
Ich wünsche ihm viel Glück bei seiner Untersuchung.
Ansonsten kann ich noch etwas zu mir sagen.
Aktuell bin ich airsofttechnisch beschäftigt mit der Vereinsgründung meines Airsoft-Teams "Zebrafüxe Halle/Saale" und der Weiterführung des Projekts "Airtalk" mithilfe von "Angel".
Schaut ruhig mal rein!
http://www.zebrafuexe.de/
http://www.zebrafuexe.de/artikel-guides-und-hilfen/airtalk/
Liebe Grüße,
Ruby
Mittwoch, 11. Dezember 2013
Trolling - Eine Auseinandersetzung
Wer sich etwas mit der Forenkultur der Airsoftszene beschäftigt wird schnell auf sog. "Trolle" stoßen.
Dieses scheinbar recht neue Phänomen der Netzkultur bezeichnet das Umgangsverhalten bestimmter User. Jene User zeichnen sich dadurch aus, dass sie kontinuierlich provokante Thesen und Meinungen in den Raum werfen. Dazu bedienen sie sich nicht ausschließlich inhaltlicher Argumente sondern bauen ihre Beiträge auf einer Basis beißender Ironie und Sarkasmus auf. Nicht selten überschreiten sie dabei die Grenze zur Beleidigung.
Trolle sind überdurchschnittlich aktiv in Foren und wählen als Ziele ihrer Attacken oft Anfnäger und Neulinge aus, halten sich aber auch von etablierten Forenmitgliedern nicht fern.
Susan Herring von der Indiana University Bloomington zufolge halten sich Trolle eher abseits von Mainstreamportalen auf und konzentrieren sich auf Randgruppen-Communities. Wobei die Airsoft-Szene sich dort natürlich besonders anbietet.
Glaubt man den Wikipedia-Quellen, dann haben Trolle für die Netzkultur eine extrem schädigende Wirkung da sie pausenlos Konflikte schüren. Sie provozieren aggressive Reaktionen anderer User und bewegen sich selbst stets an äußeren Rand der Forennetiquette. Laut Wiki sind sie in der Community isoliert und richten sowohl inhaltliche Schaden an, als auch Schaden an der Integrität der Community selbst.
Nun konnte ich mir vor einiger Zeit die Meinungen von Narguhl (21) und ColdPete (17) zu diesem Thema anhören. Beide können aus dem ASVZ-Forum unter stetig ändernden Namen bekannt sein und vertreten als "Trolle im weitesten Sinne" eine ganz andere Ansicht.
Den beiden zufolge ist Trolling eine Methode der Erziehungswissenschaft. Trolle sollen den Leuten zeigen wie sich richtig verhalten. Als Hilfe zur Selbsthilfe zu verstehen.
Dabei beziehen sich beide auf das für sie besonders nervige Problem der Neulinge und lernresistenten Usern. Jene sind beispielsweise nicht in der Lage Forenfunktionen (Hauptpunkt: Suchfunktion) ordentlich zu nutzen (überschwemmen damit das Forum mit immergleichen Themen) oder sie stellen Fragen und ignorieren dann die Antworten anderer Forenteilnehmer. Dies erscheint den beiden als pure Faul- oder Dummheit.
Als Antwort darauf nutzen sie das Trolling um den Usern ihre Fehler effektiv aufzuzeigen und sie damit umzuerziehen. Wer dies als Beleidigung interpretiert hat das Trolling nicht verstanden und wer beispielsweise enttäuscht oder beleidigt das Forum verlässt hat es nicht anders verdient. Solche User würde die Airsoft-Szene sowieso nicht brauchen.
Wie soll diese Form der Erziehung funktionieren? Beide setzen bei einem gesellschaftlichen Problem an. Der vermeintlichen Kuschelgesellschaft. Jene Gesellschaft die glaubt den Faulen und Ignoranten mit gutem Zureden dazu bewegen zu können ihr Verhalten zu verändern. Da wird gehätschelt und vertätschelt um am Ende ändere sich nichts.
Deshalb sei ein rigeroserer Weg vonnöten. Jener des Trollings.
Die beiden verdeutlichten dies mit einem Angel-Beispiel. Jemand muss Angeln lernen, möchte aber nicht.
Der angepasste Lehrer nimmt dem Schüler die Angel aus der Hand und sagt dem Schüler mit gutem Zureden was er tun müsse. Am Ende wirft der Lehrer die Angel aus und angelt für den Schüler - dabei hatte dieser sie nicht einmal in der Hand.
Der Troll-Lehrer dagegen wirft dem Schüler ebenjene Angel zur Begrüßung ins Gesicht. So lerne der Schüler erstmal das dies eine ernstgemeinte Veranstaltung sei und zweitens müsse er es selbst machen - nicht der Lehrer für ihn.
Für Narguhl und ColdPete ist die Jugend faul,verwahrlost und die Gesellschaft ein Pool des naiven Gutmenschentums. Die dahinterstehende Ideologie erscheint allerdings nicht neu, sondern ähnelt nicht zufällig jener, welche der "Konservativismus" nutzt.
Die Bewertung der "Troll-Ideologie" erscheint schwer und ist abhängig von der eigenen Lebenseinstellung.
Aber zumindest wenn es um die Erfolge des Trollings und dessen Erziehungsmethoden geht, darf man getrost sagen, dass sie sich in der Airsoft-Szene nicht eingestellt haben. Weiterhin trägt das Trolling dazu bei, die Atmosphäre zu vergiften und fruchtbare Diskussionen zu unterbinden.
Die Trolle selbst erscheinen dabei nur als der neuste Spross pseudo-elitärer Gruppierungen, von denen die Szene immer noch nicht losgekommen ist.
Dieses scheinbar recht neue Phänomen der Netzkultur bezeichnet das Umgangsverhalten bestimmter User. Jene User zeichnen sich dadurch aus, dass sie kontinuierlich provokante Thesen und Meinungen in den Raum werfen. Dazu bedienen sie sich nicht ausschließlich inhaltlicher Argumente sondern bauen ihre Beiträge auf einer Basis beißender Ironie und Sarkasmus auf. Nicht selten überschreiten sie dabei die Grenze zur Beleidigung.
Trolle sind überdurchschnittlich aktiv in Foren und wählen als Ziele ihrer Attacken oft Anfnäger und Neulinge aus, halten sich aber auch von etablierten Forenmitgliedern nicht fern.
Susan Herring von der Indiana University Bloomington zufolge halten sich Trolle eher abseits von Mainstreamportalen auf und konzentrieren sich auf Randgruppen-Communities. Wobei die Airsoft-Szene sich dort natürlich besonders anbietet.
Glaubt man den Wikipedia-Quellen, dann haben Trolle für die Netzkultur eine extrem schädigende Wirkung da sie pausenlos Konflikte schüren. Sie provozieren aggressive Reaktionen anderer User und bewegen sich selbst stets an äußeren Rand der Forennetiquette. Laut Wiki sind sie in der Community isoliert und richten sowohl inhaltliche Schaden an, als auch Schaden an der Integrität der Community selbst.
Nun konnte ich mir vor einiger Zeit die Meinungen von Narguhl (21) und ColdPete (17) zu diesem Thema anhören. Beide können aus dem ASVZ-Forum unter stetig ändernden Namen bekannt sein und vertreten als "Trolle im weitesten Sinne" eine ganz andere Ansicht.
Den beiden zufolge ist Trolling eine Methode der Erziehungswissenschaft. Trolle sollen den Leuten zeigen wie sich richtig verhalten. Als Hilfe zur Selbsthilfe zu verstehen.
Dabei beziehen sich beide auf das für sie besonders nervige Problem der Neulinge und lernresistenten Usern. Jene sind beispielsweise nicht in der Lage Forenfunktionen (Hauptpunkt: Suchfunktion) ordentlich zu nutzen (überschwemmen damit das Forum mit immergleichen Themen) oder sie stellen Fragen und ignorieren dann die Antworten anderer Forenteilnehmer. Dies erscheint den beiden als pure Faul- oder Dummheit.
Als Antwort darauf nutzen sie das Trolling um den Usern ihre Fehler effektiv aufzuzeigen und sie damit umzuerziehen. Wer dies als Beleidigung interpretiert hat das Trolling nicht verstanden und wer beispielsweise enttäuscht oder beleidigt das Forum verlässt hat es nicht anders verdient. Solche User würde die Airsoft-Szene sowieso nicht brauchen.
Wie soll diese Form der Erziehung funktionieren? Beide setzen bei einem gesellschaftlichen Problem an. Der vermeintlichen Kuschelgesellschaft. Jene Gesellschaft die glaubt den Faulen und Ignoranten mit gutem Zureden dazu bewegen zu können ihr Verhalten zu verändern. Da wird gehätschelt und vertätschelt um am Ende ändere sich nichts.
Deshalb sei ein rigeroserer Weg vonnöten. Jener des Trollings.
Die beiden verdeutlichten dies mit einem Angel-Beispiel. Jemand muss Angeln lernen, möchte aber nicht.
Der angepasste Lehrer nimmt dem Schüler die Angel aus der Hand und sagt dem Schüler mit gutem Zureden was er tun müsse. Am Ende wirft der Lehrer die Angel aus und angelt für den Schüler - dabei hatte dieser sie nicht einmal in der Hand.
Der Troll-Lehrer dagegen wirft dem Schüler ebenjene Angel zur Begrüßung ins Gesicht. So lerne der Schüler erstmal das dies eine ernstgemeinte Veranstaltung sei und zweitens müsse er es selbst machen - nicht der Lehrer für ihn.
Für Narguhl und ColdPete ist die Jugend faul,verwahrlost und die Gesellschaft ein Pool des naiven Gutmenschentums. Die dahinterstehende Ideologie erscheint allerdings nicht neu, sondern ähnelt nicht zufällig jener, welche der "Konservativismus" nutzt.
Die Bewertung der "Troll-Ideologie" erscheint schwer und ist abhängig von der eigenen Lebenseinstellung.
Aber zumindest wenn es um die Erfolge des Trollings und dessen Erziehungsmethoden geht, darf man getrost sagen, dass sie sich in der Airsoft-Szene nicht eingestellt haben. Weiterhin trägt das Trolling dazu bei, die Atmosphäre zu vergiften und fruchtbare Diskussionen zu unterbinden.
Die Trolle selbst erscheinen dabei nur als der neuste Spross pseudo-elitärer Gruppierungen, von denen die Szene immer noch nicht losgekommen ist.
"Freizeit-Forscher" Interview
Im Zuge seines "Pro Airsoft"-Projekts hat mich heute "Angel" vom Airsoftteam "Roter Milan e.V." besucht.
Der junge Berliner hat mich als "Freizeitforscher" zum Thema "Airsoft" befragt. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in vielen Bereichen des Hobbys und meiner eigenen Forschung zum Thema, durfte ich einige Statements abgeben.
Hintergrund es Projekts ist eine kritische, aber in der Grundaussage positive Konnotation von "Airsoft" und damit zusammenhängend eine Art "Werbevideo" für unser Hobby/Sport.
Ich denke ich konnte heute überzeugend darlegen das unser eigentliches Problem weniger in fehlender, positiver Publicity und viel mehr in dem Verhalten der Airsoft-Szene selbst besteht. Womit ich vor Allem die "digitale" Szene meine, welche in Grabenkämpfen zwischen pseudo-elitären Gruppen und fehlender Toleranz gegenüber neuen Ideen, stetig an Kraft verliert. Passend zu einer aktuellen Studie entsprechen die deutschen Airsoft-Spieler zumindest scheinbar der Gesamtbevölkerung - nämlich wenn es um Ängste und Befürchtungen Neuem gegenüber geht. Was in unserem Fall natürlich auf konstanten Stillstand hinausläuft.
Manch einer mag genau das wollen. Ich sehe diese Haltung, gerade im Zuge einer geschwächten Szene, aber nicht als effektiv an.
Allerdings müssen wir uns auch stetig fragen wieviel die Meinung einzelner "Schreihälse" wirklich für die Grundgesamtheit aussagt. Erfahrungsgemäß nicht viel, auch wenn die Beeinflussung der "schweigenden Mitte" auf Dauer nicht zu unterschätzen ist.
All in all waren die ca. 4 Stunden Interview erfrischend und konstruktiv. Ich hoffe darauf, dass die Ergebnisse verwertet werden können und uns somit ein Schritt in die richtige Richtung gelingt.
PS:
Angels Youtube-Kanal: http://www.youtube.com/user/DiePlatinBox/videos
Der junge Berliner hat mich als "Freizeitforscher" zum Thema "Airsoft" befragt. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung in vielen Bereichen des Hobbys und meiner eigenen Forschung zum Thema, durfte ich einige Statements abgeben.
Hintergrund es Projekts ist eine kritische, aber in der Grundaussage positive Konnotation von "Airsoft" und damit zusammenhängend eine Art "Werbevideo" für unser Hobby/Sport.
Ich denke ich konnte heute überzeugend darlegen das unser eigentliches Problem weniger in fehlender, positiver Publicity und viel mehr in dem Verhalten der Airsoft-Szene selbst besteht. Womit ich vor Allem die "digitale" Szene meine, welche in Grabenkämpfen zwischen pseudo-elitären Gruppen und fehlender Toleranz gegenüber neuen Ideen, stetig an Kraft verliert. Passend zu einer aktuellen Studie entsprechen die deutschen Airsoft-Spieler zumindest scheinbar der Gesamtbevölkerung - nämlich wenn es um Ängste und Befürchtungen Neuem gegenüber geht. Was in unserem Fall natürlich auf konstanten Stillstand hinausläuft.
Manch einer mag genau das wollen. Ich sehe diese Haltung, gerade im Zuge einer geschwächten Szene, aber nicht als effektiv an.
Allerdings müssen wir uns auch stetig fragen wieviel die Meinung einzelner "Schreihälse" wirklich für die Grundgesamtheit aussagt. Erfahrungsgemäß nicht viel, auch wenn die Beeinflussung der "schweigenden Mitte" auf Dauer nicht zu unterschätzen ist.
All in all waren die ca. 4 Stunden Interview erfrischend und konstruktiv. Ich hoffe darauf, dass die Ergebnisse verwertet werden können und uns somit ein Schritt in die richtige Richtung gelingt.
PS:
Angels Youtube-Kanal: http://www.youtube.com/user/DiePlatinBox/videos
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Eingang in die dritte Phase und das Airsoft-Verzeichnis
Die Uni geht wieder los, es gibt Einiges zutun, aber Nein, das Projekt ist natürlich nicht gestorben.
Für mich gehts jetzt in die dritte Phase meiner Erhebungskonzeption.
Nach vielen Tests kann ich nun behaupten die größten Fehler in meinen Fragen ausgemerzt zu haben. Verzerrungen kann ich nicht gebrauchen und einige Teile der vergangenen Versionen, hätten diese leider provoziert. Zweideutige Fragestellungen waren hier sicherlich ein Hauptproblem.
Nach einiger Überlegung habe ich mich außerdem dazu entschlossen, einen umfangreicheren Themenpart aus meiner Untersuchung zu streichen.
Damit ist die jetzige Untersuchung mehr deskriptiv und behandelt weniger einen präzisen soziologischen Schwerpunkt. Anders gesagt: Mir geht es erstmal darum der Airsoft-Szene Ergebnisse zu liefern die sie interessant und wichtig findet - anstatt mich darauf zu konzentrieren was ich wichtig finde.
Im Kontext einer zukünftigen Erhebungs-Serie ist dies vielleicht genau der richtige Schritt um Vertrauen aufzubauen, fernab einer eventuell entlarvend-wirkenden Forschungsfrage.
Im Zuge eines Grounded-Theory-Seminars ist dies sicherlich auch ein guter Schritt mich langsam an das Forschungsobjekt und die dazugehörige Theorie heranzutasten.
Mein aktuelles Problem umfasst die Fragestellung der Veröffentlichung.
Wenn es mir um die Szene geht, wäre möglicherweise eine Veröffentlichung der Erhebung im ASVZ (Airsoft-Verzeichnis) sinnvoll. Selbstverständlich würde dies wieder neue Verzerrungen hervorrufen. Eine korrekte Sampling-Methode wäre wissenschaftlich zielführender.
Spätestens die Ergebnisse würden aber im ASVZ veröffentlicht werden - schließlich soll meine Forschung der Szene nutzen.
Im Zuge des Aufkommens sog. "Trolle" zweifle ich aber an einer sinnvollen Nutzung. Diese digitalen Trittbrettfahrer mit pessimistischem Weltbild sind aktuell gut darin jegliches "Neues" in polemischer Weise als nutzlos oder gefährlich darzustellen und erfreuen sich damit scheinbar einer großen Beliebtheit.
Letztendlich ist es aber wohl noch unverantwortlicher deshalb den Kopf einzuziehen.
Für mich gehts jetzt in die dritte Phase meiner Erhebungskonzeption.
Nach vielen Tests kann ich nun behaupten die größten Fehler in meinen Fragen ausgemerzt zu haben. Verzerrungen kann ich nicht gebrauchen und einige Teile der vergangenen Versionen, hätten diese leider provoziert. Zweideutige Fragestellungen waren hier sicherlich ein Hauptproblem.
Nach einiger Überlegung habe ich mich außerdem dazu entschlossen, einen umfangreicheren Themenpart aus meiner Untersuchung zu streichen.
Damit ist die jetzige Untersuchung mehr deskriptiv und behandelt weniger einen präzisen soziologischen Schwerpunkt. Anders gesagt: Mir geht es erstmal darum der Airsoft-Szene Ergebnisse zu liefern die sie interessant und wichtig findet - anstatt mich darauf zu konzentrieren was ich wichtig finde.
Im Kontext einer zukünftigen Erhebungs-Serie ist dies vielleicht genau der richtige Schritt um Vertrauen aufzubauen, fernab einer eventuell entlarvend-wirkenden Forschungsfrage.
Im Zuge eines Grounded-Theory-Seminars ist dies sicherlich auch ein guter Schritt mich langsam an das Forschungsobjekt und die dazugehörige Theorie heranzutasten.
Mein aktuelles Problem umfasst die Fragestellung der Veröffentlichung.
Wenn es mir um die Szene geht, wäre möglicherweise eine Veröffentlichung der Erhebung im ASVZ (Airsoft-Verzeichnis) sinnvoll. Selbstverständlich würde dies wieder neue Verzerrungen hervorrufen. Eine korrekte Sampling-Methode wäre wissenschaftlich zielführender.
Spätestens die Ergebnisse würden aber im ASVZ veröffentlicht werden - schließlich soll meine Forschung der Szene nutzen.
Im Zuge des Aufkommens sog. "Trolle" zweifle ich aber an einer sinnvollen Nutzung. Diese digitalen Trittbrettfahrer mit pessimistischem Weltbild sind aktuell gut darin jegliches "Neues" in polemischer Weise als nutzlos oder gefährlich darzustellen und erfreuen sich damit scheinbar einer großen Beliebtheit.
Letztendlich ist es aber wohl noch unverantwortlicher deshalb den Kopf einzuziehen.
Samstag, 22. Juni 2013
Zweite Phase abgeschlossen
Nach einigen qualitativen Interviews ist die zweite Probephase meiner Erhebung abgeschlossen. Die freiwilligen Tester aus dem ASVZ konnten mich effektiv unterstützen und ich denke, dass ich nun den größten Teil eventueller Knackpunkte in den Fragestellungen beseitigt habe.
Dafür lieben Dank an die freiwilligen Tester.
Als nächste Phase werde ich meine Liste an Fragen mit sozialwissenschaftlichen Theorien abgleichen. D.h. ich schaue nach welchen Forschungssinn welche Frage hat.
Anders ausgedrückt: Wenn eine anerkannte Theorie aus der Psychologie sagt das jeder glückliche Mensch Alkoholiker ist, muss ich meine Fragen so ausrichten das ich herausbekomme wer Alkoholiker ist wenn ich untersuchen möchte wer glücklich ist.
An dieser Stelle muss gesagt werden, dass dieser Schritt eigentlich immer der Allererste ist. Ich habe ihn übersprungen um mit den Instrumenten "Limeservice" und "SPSS" Erfahrungen zu machen. Am Ende kann ich aber keine Untersuchung durchführen wenn ich keine wissenschaftlichen Theorien eingebaut habe. Also kommt das jetzt nachträglich.
Da ich aktuell allerdings mehr mit der Uni am Hut habe, werde ich das Projekt "Airsoft-Umfrage" zeitweise auf Eis legen und mich in einigen Wochen wieder damit beschäftigen.
Dafür lieben Dank an die freiwilligen Tester.
Als nächste Phase werde ich meine Liste an Fragen mit sozialwissenschaftlichen Theorien abgleichen. D.h. ich schaue nach welchen Forschungssinn welche Frage hat.
Anders ausgedrückt: Wenn eine anerkannte Theorie aus der Psychologie sagt das jeder glückliche Mensch Alkoholiker ist, muss ich meine Fragen so ausrichten das ich herausbekomme wer Alkoholiker ist wenn ich untersuchen möchte wer glücklich ist.
An dieser Stelle muss gesagt werden, dass dieser Schritt eigentlich immer der Allererste ist. Ich habe ihn übersprungen um mit den Instrumenten "Limeservice" und "SPSS" Erfahrungen zu machen. Am Ende kann ich aber keine Untersuchung durchführen wenn ich keine wissenschaftlichen Theorien eingebaut habe. Also kommt das jetzt nachträglich.
Da ich aktuell allerdings mehr mit der Uni am Hut habe, werde ich das Projekt "Airsoft-Umfrage" zeitweise auf Eis legen und mich in einigen Wochen wieder damit beschäftigen.
Mittwoch, 29. Mai 2013
Zweiter Test
Der zweite Test meiner Erhebung findet in wenigen Tagen statt. Dieser sog. Pre-Test hilft mir die hoffentlich letzten Fehler aus meiner Untersuchung herauszubekommen. Anders als der vorherige, quantitative Pre-Test wird dieser ein qualitativer sein.
Quantitativ = Viele Teilnehmer mit großer Ergebnisbreite
Qualitativ = Wenige Teilnehmerm aber mehr Aufmerksamkeit für individuelle Meinungen
Ich konnte beim diesjährigen Sod Softair Cup schon testweise damit anfangen und habe festgestellt das bestimmte Frageformulierungen anders verstanden werden als sie gemeint sind. Hier ist hundertprozentige Präzision vonnöten sodass ich von dem kommenden Pre-Test noch einige hilfreiche Punkte erwarte.
Außerdem haben sich Hinweise gezeigt das der jetzige Fragebogen im Onlinebereich ok, aber für die Ausfüllung per Hand weniger geeignet ist. Und das liegt nicht nur daran der der Interexplorer beim Drucken 10% aller Buchstaben vegessen hat ;-)
Ich habe dieses Mal eine Anfrage im ASVZ gestellt und arbeite mit Freiwilligen ohne Zufallsauswahl.
Wahrscheinlich werde ich die Erhebung noch weiter differenzieren und etwas übersichtlicher gestalten. Außerdem werden nur noch die notwendigsten Fragen gestellt. Das sind noch immer genug aber um alles zu untersuchen was mir wichtig wäre bräuchte ich einen 24-Stunden-Fragebogen.
Es wird also darauf hinauslaufen in der Zukunft weitere Fragebögen zu erstellen und andere Thematiken zu untersuchen.
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